Vorwort

Hallo Rock & Metal Fans! Martin Sosna hatte vor der Tour mit Armored Saint die glorreiche Idee ein Tourtagebuch zu schreiben, wenn er mit der Band in Europa unterwegs ist. Martin war sehr fließig und schenkte uns in 16 Kapiteln interessante Einblicke ins Tourleben. Vor einiger Zeit hatte ich dann mal eine Idee, die mir in den Sinn kam, als ich das Buch 𝙆𝙪𝙩𝙩𝙚, 𝙆𝙖𝙢𝙚𝙧𝙖 & 𝙍𝙤𝙘𝙠´𝙣 𝙍𝙤𝙡𝙡 von Hucky Heppke in die Finger bekam. Wie kam es dazu?

Es geschah am zweiten Tag vom diesjährigen Thrash Speed Burn Fest (Konzertbericht), als Hucky und Martin vor dem musikalischen Teil der Veranstaltung einen kleinen Talk auf der Bühne zum Besten gaben. Man schwelgte in alten Erinnerungen und passend zu seinen Erzählungen erschienen im Hintergrund auf der großen Leinwand alle möglichen Fotos legendärer Bands und Musiker, die er im Laufe der Zeit fotografiert hatte.

Dort konnte man alle Legenden der vergangenen Jahrzehnte bewundern, wie z.B. Ronnie James Dio, Lemmy, Ozzy, Gary Moore, James Hetfield und soooo viele mehr. Es war super interessant, wie auch die Geschichten, die Hucky und Martin locker vom Hocker erzählten. Ich fand es so spannend, dass ich mir sofort im Anschluss beim Lacky am Merch-Stand das Buch 𝙆𝙪𝙩𝙩𝙚, 𝙆𝙖𝙢𝙚𝙧𝙖 & 𝙍𝙤𝙘𝙠´𝙣 𝙍𝙤𝙡𝙡 besorgte. Hier könnt ihr das Review zu dem Buch nachlesen. Ich kann jedem empfehlen, sich das Buch zu besorgen.

Martin und Hucky beim Thrash Speed Burn Fest 2026 (Foto: METALHEADs new stuff)

Hucky hat eine Zeit erlebt, in der die größten Rock- und Metalbands noch nicht so bekannt waren. Er hat über diese Bands in seiner Funktion als Musikjournalist eine lange Zeit immer wieder berichtet und ihre Karriere verfolgt. Im Buch hat er einige Geschichten zu erhählen, die er alle erlebt hatte. Ich war fasziniert von seinen Geschichten.

Und er hat soooo viele geile Fotos von den Kultstars gemacht. Daher dachte ich mir, dass wir dies auch hier auf der Plattform würdigen und ne Serie daraus machen. So bekommt ihr fantastische Fotos von Hucky geboten. (Alle Bildrechte liegen bei ihm!). Dazu gesellen sich dann Huckys Anekdoten. Und heute gibt es die erste Folge mit

HUCKY trifft Ozzy und Tony

Gastbeitrag von Hucky E. Heppke

BLACK SABBATH sind für die meisten Rockfans die Urväter des Heavy Metal. Im März 1970 hörte ich zum ersten Mal bei einem Freund das Debütalbum von BLACK SABBATH. Es hat mich vom ersten Ton an weggeblasen, denn so einen Sound hatte ich bis dato noch nicht gehört.

Black Sabbath Ozzy & Tony 1970 Grugahalle

Deshalb war klar, dass wir uns BLACK SABBATH am 24. April 1970 beim Pop & Blues Festival in der Grugahalle in Essen anhörten. Das erste Mal BLACK SABBATH Live, es war der Hammer und es sollten noch viele weitere Live Konzerte folgen, auch als OZZY Ende der 70er seine Solokarriere startete und bei BLACK SABBATH sich diverse Sänger das Mikro weiterreichten.

BLACK SABBATH 1970 Grugahalle Essen:Geezer Butler

Ein paar Monate später im August 1970 hatte ich das große Glück, BLACK SABBATH nochmal Live zu erleben. In Dortmunder Club FANTASIO spielten sie für läppische 8,00 Deutsche Mark. Verständlich, dass der Club rappelvoll war. Heutzutage sind solche Preise unvorstellbar.

Tony Iommi holte sich im Laufe der Jahre diverse hochkarätige Musiker ins Boot, u.a. als Sänger Ronnie James Dio, Tony Martin, Glenn Hughes, Ray Gillen, Ian Gillan, an den Drums Cozy Powell, Vinnie Appice, Eric Singer, Bobby Roninelli, Bev Bevan, am Bass Bob Daisley, Neil Murray und hin und wieder auch Geezer Butler und Bill Ward als BLACK SABBATH Ur-Mitglieder.

Auch OZZY hat in seiner Solokarriere jede Menge Top Musiker an seiner Seite gehabt, an der Gitarre Randy Rhoads, Brad Gillis, Jake E. Lee, Zakk Wylde, am Bass Bob Daisley, Rudy Sarzo, Pete Way, Robert Trujillo, Phil Soussan, an den Drums Tommy Aldridge, Carmine Appice, Randy Castillo, Lee Kerslake und als Keyboarder Don Airey, John Sinclair, Rick Wakeman.

1980 erschien das erste Solo Album von OZZY und es schlug ein wie eine Bombe. Die Alben Blizzard Of Ozz und Diary Of A Madman mit dem genialen Randy Rhoads an der Gitarre sind bis heute Meilensteine in der Musikgeschichte. Dies soll aber nicht heißen, dass die anderen Alben schlechter waren… ist halt nur mein persönlicher Geschmack.

Als 1983 die ersten Rock / Metal Magazine erschienen und ich für diverse dieser Zeitschriften als Fotograf und Schreiber tätig war, habe ich OZZY und TONY IOMMI für Interviews getroffen und auch mit verschiedenen Musikern Live erlebt.

ROCK POWER Titelblatt-Hammerschmith 1986 London: OZZY Titelstory
Das verrückte Interview mit OZZY

Besonders gerne erinnere ich mich an das Konzert im Hammersmith in London im Februar 1986. Zum damaligen Zeitpunkt war ich beim Rock Power tätig und da wir eine Titelstory mit OZZY geplant hatten, wurden wir zu der Show im Hammersmith Odeon von der Plattenfirma eingeladen. Es war eine großartige Show (RATT als Support) und das Interview spät in der Nacht nach dem Konzert war sehr verrückt. Ungefähr eine Stunde nach dem Konzert warteten Klaus und ich auf OZZY.

Als er dann endlich zu uns kam, begrüßte er uns: „Hi how are you, where you come from and which magazine?“

Wir erwiderten: „We’re from German Rock Power Magazin!

OZZY:„Oh nice, wait a moment!“

OZZY verließ den Raum. Nach einigen Minuten kam er wieder:„Hi how are you where you come from?“.

Wir schauen uns an und wiederholen: „Okay, we’re from German Rock Power Magazin!“

OZZY:„Thats nice, you like the show?“

Wir:„Yes, it was great!“

OZZY:„One moment…“ und OZZY war wieder weg.

„Was ist denn hier los?“ fragten wir uns. Ich habe mich erst einmal ungläubig im Raum umgeschaut und nach Kameras Ausschau gehalten.

Nach einigen Minuten kommt OZZY wieder: „Hi nice to meet you, where you come from?“

„Ist das hier etwa Versteckte Kamera, oder was?“ dachte ich so bei mir. Aber okay…. wir stellten uns zum x-ten Mal vor: „We’re from Rock Power Magazine in Germany and want to do a cover story.

Dieses Mal bot er uns einen Drink an, bevor er sich wieder verabschiedete. Doch kaum zu glauben… Er kehrte mit Gläsern und einer Flasche Gin zurück und tatsächlich wurde es dann doch noch ein sehr tolles Interview, obwohl ich bis heute noch immer glaube, dass wir in irgendeiner Sendung wie „Versteckte Kamera“ geraten waren. Durch das ganze hin und her und den Genuß von einigen Gläsern Gin vergaß ich leider Fotos vom Interview zu machen. Aber egal… es war ein geiler Trip nach London und ein Mega Konzert von OZZY und seiner Band: Jake E. Lee-Gitarre, Randy Castillo-Drums und Phil Soussan- Bass.

Hammersmith London 1986
Hammersmith London 1986: Randy-Castillo
Hammersmith London 1986
Tony Iommi und der Jetlag
Tony träumt

Ein paar Wochen nach diesem Erlebnis in London, trafen wir TONY IOMMI in Frankfurt. Er war auf Promotion-Tour für das Album Seventh Star. Die Lady von der Plattenfirma erklärte uns vor dem Interview, dass Tony erst vor ca. 3 Stunden aus Amerika angekommen sei. Er sei deshalb etwas genervt und gerädert, da er unter dem Jetlag leide. Tony war während des Interviews trotzdem sehr freundlich und hat geduldig unsere Fragen beantwortet, wenn er denn wach war….

Denn er war so erschöpft, dass er zwischendurch ein paarmal einschlief. Und so wurde aus einem geplanten 30 Minuten Interview schließlich zwei Stunden. Tony konnte sich aber sogar noch erinnern das ich BLACK SABBATH bei der „Born Again Tour“ 1983 in Düsseldorf getroffen hatte. Damit war ich wohl der einzige Pressefuzzy, der den damaligen Drummer Bev Bevan schon 1970 mit MOVE Live gesehen hatte.

Tony Iommi im Interview
Bev Bevan:1970 mit MOVE

2013 erschien das BLACK SABBATH Album 13 fast im Original Line Up, Tony Iommi, Geezer Butler und OZZY, nur Drummer Bill Ward wurde aus gesundheitlichen Gründen durch Brad Wilk ersetzt.

Das Kapitel BLACK SABBATH wurde am 22. Juli 2025 endgültig geschlossen, denn an diesem Tag verließ der Prince of Darkness, wie OZZY oft betitelt wurde, die weltlichen Gefilde und stieg in den Rock Olymp auf.

ROCK POP 1983: Ozzy & Jake

Meine BLACK SABBATH Alben Faves:

  • Black Sabbath
  • Paranoid
  • Heaven and Hell
  • Mob Rules
  • Seventh Star
  • Headless Cross
  • 13

Meine OZZY Alben Faves:

  • Blizzard of Ozz
  • Diary of a Madman
  • Bark at the Moon
  • Ordinary Man
  • Patient Number 9
ROCK POP 1983: Carmine Appice

Bildrechte: ©Hucky E. Heppke, verwendet mit freundlicher Genehmigung.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert