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Genre: Thrash Metal
Release: 05.06.2026
Label: independent release

Dieses Jahr wurden wir bereits mir vielen geilen Releases im Bereich Thrash Metal verwöhnt. Und wir haben noch nicht einmal die erste Hälfte des Jahres rum. Aber ich will mich natürlich nicht beschweren, denn ich bin glücklich über so viel musikalischen Output. Heute möchte ich die Band W.M.D (When Minds Develop) aus Kanada vorstellen. Kürzlich noch beim Stöbern für die METALHEADs new stuff Playlist entdeckt, traf einen Tag später das digitale Promo-Package ein. Und nach dem ersten Hören war für mich klar, dass ich diese Band und ihr Debüt 𝘼𝙜𝙖𝙞𝙣𝙨𝙩 𝘼𝙡𝙡 𝙒𝙖𝙧𝙣𝙞𝙣𝙜𝙨 unbedingt vorstellen muss, denn es ist eine fettes Brett.

W.M.D. erinnern mich von ihrem Sound her an WARSENAL, die ebenfalls als Trio aus Kanada stammen und einen ähnlich wilden, verrückten Sound schmettern. Ich steh auf diesen Sound, weil er so wunderbar diese wilde ungezähmte, rohe Art von Thrash-Metal verkörpert.

Zur Entstehung des Albums kommentiert die Band:

Die Songs entstanden zunächst im Proberaum. Was ihr hier also hört, sind genau das Tempo, das Feeling und die Schwere dessen, was wir erschaffen haben, während wir uns im Raum gegenseitig mit Energie aufluden. Wir wollten, dass es sich lebendig, roh und ehrlich anfühlt. Wir sind stolz auf dieses Album und freuen uns riesig darauf, es endlich mit euch zu teilen.

Tatsächlich spürt man die rohe ungefilterte Energie in jeder Faser des Albums. Und es wird auch schnell deutlich, dass W.M.D dem Bass keine untergeordnete Rolle zuordnen, sondern zu einem elementaren Schwungrad der Soundmaschine erkoren haben. Dies hört man auch deutlich bei der Single „Eyes Of A Killer“, die zugleich der Opener des Albums ist. Es ist ein Song, der von Rhythmuswechseln geprägt ist und dadurch eine eigenwillige Dynamik entwickelt. Unbestritten ist die wilde Energie, die W.M.D in sich tragen und ohne Rücksicht auf Verluste herausschleudern. Echt stark!

Tatsächlich wirkt der Opener im Vergleich fast wie ein Aufwärmprogramm, wenn der folgende Titeltrack „Against All Warnings“ durchknallt. W.M.D zünden nach dem Songintro die Nitroeinspritzung: Der Motor dreht auf Maximalleistung, und die Band düst mit raketenartiger Geschwindigkeit nach vorn. Eskalation am Limit! Und dennoch finden sie Platz für ein melodisches Gitarrensolo, das sich überraschend elegant in den Sturm einfügt. Cool gemacht.

Jeder Song auf 𝘼𝙜𝙖𝙞𝙣𝙨𝙩 𝘼𝙡𝙡 𝙒𝙖𝙧𝙣𝙞𝙣𝙜𝙨 wirkt wie eine Adrenalinspritze, die dich mit purer Energie auflädt. W.M.D kennen weder Rückzug noch Zurückhaltung, achten aber dennoch darauf, dass kein Track wie der andere klingt. Immer wieder streuen sie atmosphärische Elemente ein – etwa im düster schimmernden „Post Human Predator“. Diese kurzen Momente der Erholung nehme ich dankbar an, denn sie geben dem Album Charakter und klare Orientierungspunkte. Auch ein Instrumentalstück wie „March Of Death“ fügt sich perfekt ein: sauber umgesetzt, spannungsreich aufgebaut und ideal platziert, um den nächsten Abriss vorzubereiten. Man wartet förmlich auf die nächste Explosion.

Doch überraschenderweise explodiert der anschließende Track „The Thin Red Line“ nicht, sondern es folgt zunächst eine längere Einleitung mit marschierenden Soldaten und Kriegsgeräuschen. Der Song ist keine Temporakete, sondern verbleibt im düsteren Midtempo und hat schon eine gewisse doomige Note, bewahrt sich aber trotzdem eine unruhige, ja vielleicht sogar beunruhigende Energie, die das Thema des Songs auch gut trifft.

„Already Dead“ ist ein Song mit zwei Gesichtern. Nach dem ersten energiegeladenen Abschnitt schlägt die Band einen überraschend melancholischen, ruhigen Ton an – und auch das funktioniert hervorragend. Warum? Weil ansonsten so viel rohe Energie das Album bestimmt! Deswegen finde ich es gut, wenn die Band mal etwas runterfährt, indem warme, tragende Basslinien und ein feinfühliges Gitarrenspiel den weiteren Verlauf dieses Songs bestimmen und den Song bis zum Ende tragen.

Doch W.M.D. wollen den Hörer nicht mit einem ruhigen Ende davonkommen lassen. Sie laden noch einmal durch und feuern mit „Painful Vengeance“ das letzte Geschoss aus dem Lauf. Hier geht es ein letztes Mal heftig zur Sache, der Track durchschlägt mühelos die Schallmauer. Der dynamisch rockende Bass‑Solo‑Part holt mich komplett ab! Ich steh einfach drauf.

Fazit

W.M.D. liefern mit 𝘼𝙜𝙖𝙞𝙣𝙨𝙩 𝘼𝙡𝙡 𝙒𝙖𝙧𝙣𝙞𝙣𝙜𝙨 ein kompromissloses Thrash‑Brett ab, das vor roher Energie, unbändiger Spielfreude und handwerklicher Präzision strotzt. Kurze atmosphärische Atemzüge geben dem Album Struktur, ohne den Druck herauszunehmen. Ein starkes, charakterfestes Werk, auf dem rohe Kraft das beherrschende Element ist. Zwischen rasenden Attacken, düsteren Midtempo‑Passagen Momenten entsteht ein wahnsinnig intensiver Ritt, der keine Längen oder Schwächen aufweist!

(WARSENAL hatte ich seinerzeit 9,5 Punkte verpasst. W.M.D. kommen für mich aber insgesamt häufiger mehr auf den Punkt, so dass ich hier sogar 10 Punkte springen lasse.)

  1. Eyes Of A Killer (03:33)
  2. Against All Warnings (05:34)
  3. Kleptomania (04:14)
  4. The Black Expanse (04:28)
  5. March Of Death (02:03)
  6. The Thin Red Line (03:57)
  7. Post Human Predator (05:05)
  8. Already Dead (06:35)
  9. Painful Vengeance (04:50)
  • Skyler Mills – Vocals/Guitars
  • Jon Power – Bass
  • Ryan Idris – Drums

english review

Genre: Thrash Metal
Release: 05.06.2026
Label: independent release

This year has already spoiled us with a ton of killer thrash metal releases, and we’re not even through the first half of it. Not that I’m complaining; I’m more than happy about this flood of new music. Today I want to introduce the Canadian band W.M.D (When Minds Develop). I stumbled upon them recently while digging for tracks for the METALHEADs new stuff playlist, and just a day later their digital promo package landed in my inbox. After the first listen it was immediately clear to me that I had to feature this band and their debut 𝘼𝙜𝙖𝙞𝙣𝙨𝙩 𝘼𝙡𝙡 𝙒𝙖𝙧𝙣𝙞𝙣𝙜𝙨 , because it’s an absolute banger.

Dieses Jahr wurden wir bereits mir vielen geilen Releases im Bereich Thrash Metal verwöhnt. Und wir haben noch nicht einmal die erste Hälfte des Jahres rum. Aber ich will mich natürlich nicht beschweren, denn ich bin glücklich über so viel musikalischen Output. Heute möchte ich die Band W.M.D (When Minds Develop) aus Kanada vorstellen. Kürzlich noch beim Stöbern für die METALHEADs new stuff Playlist entdeckt, traf einen Tag später das digitale Promo-Package ein. Und nach dem ersten Hören war für mich klar, dass ich diese Band und ihr Debüt 𝘼𝙜𝙖𝙞𝙣𝙨𝙩 𝘼𝙡𝙡 𝙒𝙖𝙧𝙣𝙞𝙣𝙜𝙨 unbedingt vorstellen muss, denn es ist eine fettes Brett.

W.M.D. remind me a lot of WARSENAL, another Canadian trio that unleashes a similarly wild and unhinged sound. I love this kind of approach because it captures that raw, untamed, feral spirit of thrash metal so perfectly.

W.M.D. comments to the album recording process:

The songs were built in the jam room first, so what you’re hearing is the exact pace, feel, and weight of what we created, while feeding off each other’s energy in the room. We wanted it to feel alive, raw, and honest. We’re proud of this record and stoked to finally share it with you.

You can feel the raw, unfiltered energy in every fiber of this album. And it becomes clear very quickly that W.M.D. don’t treat the bass as a secondary instrument, but as an essential element in their sonic machinery. You can hear that especially well on the single “Eyes Of A Killer“, which also serves as the album’s opener. The track is driven by shifting rhythms and develops a distinctive, almost unpredictable dynamic. The wild energy W.M.D. carry within them is undeniable and unleashed without restraint. Really strong!

In comparison, the opener almost feels like a warm‑up once the following title track “Against All Warnings” kicks in. After the intro, W.M.D. hit the nitro injection: the engine roars at maximum output and the band blasts forward with rocket‑like speed. Escalation at the limit. And yet they still find room for a melodic guitar solo that slips surprisingly elegantly into the storm. Insane!

Every track on 𝘼𝙜𝙖𝙞𝙣𝙨𝙩 𝘼𝙡𝙡 𝙒𝙖𝙧𝙣𝙞𝙣𝙜𝙨 feels like a shot of adrenaline that charges you with pure energy. W.M.D. know neither restraint nor retreat, yet they still make sure that no two songs sound alike. Time and again they weave in atmospheric elements — for example in the darkly shimmering “Post Human Predator“. I welcome these brief moments of relief, as they give the album character and clear points of orientation. The instrumental piece “March Of Death” fits in perfectly as well: cleanly executed, full of tension, and ideally placed to set up the next onslaught. You can practically feel the next explosion coming.

Surprisingly, the following track “The Thin Red Line” doesn’t explode right away. Instead, it opens with an extended sequence of marching soldiers and battlefield noise. The song isn’t a tempo rocket but stays rooted in a dark midtempo, carrying a distinctly doom‑tinged vibe while still maintaining an uneasy — perhaps even unsettling — energy that fits the song’s theme remarkably well.

“Already Dead” is a song with two faces. After the first energetic section, the band shifts into a surprisingly melancholic, calm tone — and that works brilliantly. Why? Because the rest of the album is driven by so much raw energy. That’s why I appreciate it when the band eases off for a moment, letting warm, resonant basslines and sensitive guitar work shape the remainder of the track and carry it all the way to the end.

But W.M.D. have no intention of letting the listener slip away with a quiet ending. They reload one last time and fire “Painful Vengeance” as the final round. Things get heavy once more, and the track blasts through the sound barrier with ease. The dynamically rocking bass solo hits me completely. I absolutely love it!

Conclusion

With 𝘼𝙜𝙖𝙞𝙣𝙨𝙩 𝘼𝙡𝙡 𝙒𝙖𝙧𝙣𝙞𝙣𝙜𝙨, W.M.D. deliver an uncompromising thrash onslaught bursting with raw energy, unrestrained drive, and razor‑sharp musicianship. Short atmospheric breaths give the album structure without ever reducing the pressure. It’s a strong, character‑rich work in which sheer force is the dominant element. Between blistering attacks and dark midtempo passages, the band creates an insanely intense ride that shows no weaknesses.

(I gave WARSENAL 9.5 points back then. But W.M.D. hit the mark more consistently for me, so this time I’m going all the way and awarding a full 10 points.)

  1. Eyes Of A Killer (03:33)
  2. Against All Warnings (05:34)
  3. Kleptomania (04:14)
  4. The Black Expanse (04:28)
  5. March Of Death (02:03)
  6. The Thin Red Line (03:57)
  7. Post Human Predator (05:05)
  8. Already Dead (06:35)
  9. Painful Vengeance (04:50)
  • Skyler Mills – Vocals/Guitars
  • Jon Power – Bass
  • Ryan Idris – Drums

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