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Genre: Thrash/Death Metal
Release: 24.04.2026
Label: independent

𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 gehören zu den beständigen Kräften der belgischen Metalszene. Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 verfolgt die Band eine klare Linie: kompromissloser Thrash/Death‑Metal, der seine Wurzeln im klassischen Thrash behält, aber mit der Wucht und Finsternis des Death Metal verschmilzt. Leider besiegelte der damalige Ausstieg von Frontmann und Gründer Alain de Block zunächst das Schicksal der Band.

Jedoch entschied man sich nach einer längeren Ruhephase 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 wieder aus dem Grab zu holen und neu zu beleben. 2007 kam es dann zur Wiedervereinigung. Gründungsmitglied Alain de Block und der ehemalige Gitarrist Ward van Iseghem suchten sich eine neue Mitstreiter. Es folgten einige Besetzungswechsel. Die letzten beiden Alben sind 𝙈𝙖𝙨𝙩𝙚𝙧𝙥𝙞𝙚𝙘𝙚 (𝙞𝙣 𝙩𝙝𝙚 𝙢𝙞𝙣𝙙 𝙤𝙛 𝙖 𝙨𝙚𝙧𝙞𝙖𝙡 𝙠𝙞𝙡𝙡𝙚𝙧) (2016) und 𝙏𝙝𝙧𝙤𝙪𝙜𝙝 𝙏𝙝𝙚 𝙂𝙖𝙩𝙚 𝙊𝙛 𝙃𝙖𝙩𝙧𝙚𝙙 𝘼𝙣𝙙 𝘼𝙫𝙚𝙧𝙨𝙞𝙤𝙣 (2023). Beide Alben sind schon äußerst hörenswert, wenn man auf harten dunklen Thrash steht.

Time Is A River And The Waters Are Red

setzt die musikalische Tradition fort. Nach dem ersten Hören habe ich den Eindruck, das 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 noch häufig ne Spur wilder als bisher agieren. Die Gitarrenarbeit hat hörbar an Kontur gewonnen. Die Riffs sind bissiger, die Arrangements detailreicher, was sich in melodischen Leads und tollen Solos ausdrückt. Diese verleihen dem Material eine zusätzliche Glut, die den Songs mehr Tiefe und Feuer gibt, ohne die Grundhärte zu verwässern.

Der Opener „Storm“ zeigt diese Entwicklung von 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 sofort. Wo frühere Werke noch stärker auf rohe, düstere Wucht setzten, präsentiert sich der Einstieg diesmal harmonischer, aber keineswegs zahm. Der Track besitzt weiterhin eine harte Kante, treibt mit spürbarer Energie voran und wirkt zugleich strukturierter. Die Band schafft es, die ihre Wucht und Wildheit zu bewahren und gleichzeitig regelmäßig eine melodische Attitüde einzubauen, die den Song zugänglicher, aber nicht weniger kraftvoll macht.

„Mind Intrusion“ und „Instinctive Dissonance“ markieren die brachiale Seite des Albums und zeigen, wie kompromisslos POSEYDON zuschlagen können, wenn sie den Fuß komplett auf dem Gaspedal lassen. „Mind Intrusion“ wirkt im direkten Vergleich deutlich aggressiver und direkter: weniger Verspieltheit, mehr rohe Gewalt, mehr Geradlinigkeit. Der Track schießt ohne Umwege nach vorn, bleibt aber nicht eindimensional, denn das Gitarrensolo setzt einen feinen Kontrast, der das Stück trotz seiner Härte veredelt. Die düsteren, energischen Vocals treiben zusätzlich an und schärfen die ohnehin schon massive Attacke.

„Instinctive Dissonance“ schlägt in dieselbe Kerbe, geht aber noch einen Schritt weiter. Der Song wirkt wie eine einzige, ungebremste Offensive: schnell, erbarmungslos, mit einer rhythmischen Wucht, die kaum Raum zum Atmen lässt. Hier zeigt sich die Band von ihrer gnadenlosesten Seite. Die Riffs hacken präzise, das Schlagzeug feuert wie ein Dauerbeschuss, und die Vocals klingen, als würden sie den inneren Konflikt des Titels direkt in Klangform pressen. Der Track bietet nichts als erbarmungslose Vernichtung, und genau darin liegt seine Stärke.

Größtenteils preschen 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 mit hohem Tempo und viel Druck durch das Album, doch gerade deshalb wirkt es so spannend, dass die Band bewusst Momente der Variation setzt. Am deutlichsten zeigt sich das im Titeltrack „Time Is A River And The Waters Are Red“, der eine völlig andere Stimmung eröffnet. Schon die ersten Sekunden heben sich klar vom restlichen Material ab: Ein schwerfälliger, fast doomiger Einstieg, getragen von einer erzählerischen Stimme, legt eine melancholische Schwere über den Song. Diese Atmosphäre wirkt wie ein kurzer Blick in eine andere Welt. Es wirkt wie ein Gegenpol zu den sonstigen, oft wilden Eskapaden des Albums und auch zu dem, was in diesem Song noch folgen wird.

Denn nach knapp zwei Minuten brechen die schnellen Gitarrenriffs durch und kündigen den Umschwung an. Plötzlich entfesselt die Band wieder ihre volle Wucht, und der Track schlägt in die vertraute, kompromisslose Härte um. Genau dieses Wechselspiel macht den Song so stark: Die Kontraste zwischen Schwere und Raserei, zwischen erzählerischer Ruhe und thrashiger Attacke, verleihen ihm eine dramaturgische Tiefe, die man in dieser Form auf dem Album sonst nicht findet. Selbst der Gesang überrascht zwischendurch mit versöhnlicheren, fast warmen Momenten, die den emotionalen Bogen zusätzlich erweitern.

Tempo‑ und Stimmungswechsel gehören auf diesem Album zu den stärksten Werkzeugen der Band, und „Poseidon“ ist dafür ein ebenfalls beeindruckendes Beispiel. Der Track öffnet sich mit hochmelodischen Gitarren und einem gedrosselten Midtempo, das sofort eine andere Atmosphäre schafft. Trotz der reduzierten Geschwindigkeit verliert der Song nichts von seiner Wucht, im Gegenteil: 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 bündeln immer wieder ihre Kraft, fahren sich zurück, nur um dann wieder gnadenlos zuzuschlagen.

Gerade in diesem Stück wird deutlich, wie fließend die Band ihre Tempowechsel beherrscht. Die Übergänge wirken organisch, nie erzwungen, und verleihen dem Song eine starke innere Dynamik. Die melodischen Linien tragen eine gewisse Erhabenheit in sich, während die Rhythmussektion weiterhin Druck macht. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld, das den Song größer wirken lässt, ohne ihn aufzublähen. „Poseidon“ zeigt 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 von ihrer vielseitigsten Seite – kraftvoll, melodisch, atmosphärisch und dennoch kompromisslos.

Thief Of Dreams“ eine kleine Besonderheit auf dem Album und bündelt in seinen sieben Minuten alles, was 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 auf 𝙏𝙞𝙢𝙚 𝙄𝙨 𝘼 𝙍𝙞𝙫𝙚𝙧 𝘼𝙣𝙙 𝙏𝙝𝙚 𝙒𝙖𝙩𝙚𝙧𝙨 𝘼𝙧𝙚 𝙍𝙚𝙙 auszeichnet. Der Track ist progressiver aufgebaut und entfaltet sich in mehreren klar voneinander abgegrenzten, aber organisch ineinandergreifenden Phasen. Die Band nutzt die Länge nicht für Ausschweifungen, sondern für eine dramaturgische Verdichtung: fließende Tempowechsel, druckvolle dynamische Drums, starke Gitarrenarbeit und Vocals, die den Song permanent antreiben.

Gerade die erste Hälfte wirkt wie eine konzentrierte Demonstration ihrer Kernkompetenzen: kraftvoll, rhythmisch präzise, mit einer Gitarrenarbeit, die sich zwischen melodischer Eleganz und thrashiger Schärfe bewegt. Doch der eigentliche Überraschungsmoment folgt in der zweiten Hälfte: Der Song öffnet sich plötzlich in einen Instrumentalteil, der eine völlig neue Stimmung einführt. Die Melodien werden leichter, fast schwebend, und tragen eine balladeske Note in sich, die man nach der vorherigen Härte nicht erwartet. Das Gitarrensolo, das sich darüber erhebt, wirkt träumerisch und episch zugleich.

Natürlich spürt man bei 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 Vibes, die an alte Legenden wie z.B. SLAYER erinnern, aber „Ancestral Rites“ als finaler Song des Albums löst bei mir die stärksten SLAYER-Vibes aus, weil der Song genau jene scharfkantige, peitschende Energie transportiert, die man unweigerlich mit den legendären Thrash‑Ikonen verbindet. Das prägnante, messerscharfe Riffing ist dabei nur der erste Auslöser: Die Gitarren schneiden trocken und aggressiv durch den Mix, während das Schlagzeug mit einem treibenden, fast hektischen Puls nach vorne drückt. Diese Kombination erzeugt eine Spannung, die stark an die unbändige Wut und Direktheit von SLAYER erinnert.

Dazu kommt die Art, wie 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 den Song strukturiert: kurze, harte Akzente, ein permanenter Vorwärtsdrang und Vocals, die wie Attacken rausgeschleudert werden. „Ancestral Rites“ wirkt dadurch wie ein Tribut an die Thrash‑Wurzeln der Band, ohne in bloße Nostalgie abzurutschen. Stattdessen nutzen sie diese Energie, um das Album mit einem der kompromisslosesten Stücke zu beschließen: schnell, bissig, unversöhnlich!

Fazit

𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 bleiben ihrem Thrash/Death‑Fundament treu, doch entwickeln es spürbar. Die Gitarrenarbeit ist auf 𝙏𝙞𝙢𝙚 𝙄𝙨 𝘼 𝙍𝙞𝙫𝙚𝙧 𝘼𝙣𝙙 𝙏𝙝𝙚 𝙒𝙖𝙩𝙚𝙧𝙨 𝘼𝙧𝙚 𝙍𝙚𝙙 hörbar gewachsen: melodische Leads und präzise Soli paaren sich mit einem scharfen Riffing. Das Album lebt von rasenden Attacken wie „Mind Intrusion“ oder „Instinctive Dissonance“. Sie stehen neben Stücken, die mit Atmosphäre und Struktur überraschen. Der Titeltrack ist dafür das beste Beispiel: ein doomig‑melancholischer Einstieg, der sich in eine explosive Eruption verwandelt. Auch „Poseidon“ zeigt, wie gut die Band mit Midtempo‑Passagen umgehen kann, ohne an Wucht zu verlieren.

Mit „Thief Of Dreams“ liefert die Band schließlich ihr vielleicht vielseitigstes Stück: progressiv, dynamisch, mit einem epischen Instrumentalteil. Und wenn „Ancestral Rites“ am Ende mit SLAYER‑Vibes durch die Tür tritt, wird klar, dass 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 ihre Thrash‑Wurzeln nicht nur kennen, sondern mit Stolz weitertragen.

Unterm Strich ist 𝙏𝙞𝙢𝙚 𝙄𝙨 𝘼 𝙍𝙞𝙫𝙚𝙧 𝘼𝙣𝙙 𝙏𝙝𝙚 𝙒𝙖𝙩𝙚𝙧𝙨 𝘼𝙧𝙚 𝙍𝙚𝙙 ein Album, das Härte und Atmosphäre, Direktheit und Melodie, Tradition und Weiterentwicklung überzeugend vereint. Es zeigt eine Band, die ihren Sound gefunden hat. Und 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 bauen ihn mit hörbarer Leidenschaft weiter aus.

  1. Storm (05:24)
  2. Poseidon (04:50)
  3. Mind Intrusion (03:10)
  4. Time Is A River And The Waters Are Red (05:07)
  5. Thief Of Dreams (07:13)
  6. Instinctive Dissonance (04:19)
  7. With Tears In My Eyes (03:32)
  8. Ancestral Rites (05:02)
  • Alain De Block-guitar
  • Leander Karageorgos-guitar
  • Jeroen Bonne-bass
  • Jef Boons-drums
  • Tom Lenaerts-vocals

Bildquelle: HARDLIFE Pr.

English review

Genre: Thrash/Death Metal
Release: 24.04.2026
Label: independent

𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 are among the enduring forces of the Belgian metal scene. Since their formation in 1992, the band has followed a clear path: uncompromising thrash/death metal that keeps its roots in classic thrash while merging with the weight and darkness of death metal. Unfortunately, the departure of frontman and founder Alain de Block at the time initially sealed the band’s fate.

After a longer period of silence, the decision was made to pull POSEYDON back from the grave and breathe new life into the band. In 2007, the reunion finally took place. Founding member Alain de Block and former guitarist Ward van Iseghem gathered new comrades‑in‑arms, followed by several line‑up changes. The last two albums are Masterpiece (in the mind of a serial killer) (2016) and Through The Gate Of Hatred And Aversion (2023). Both records are absolutely worth hearing if you’re into hard, dark thrash.

Time Is A River And The Waters Are Red

continues the band’s musical tradition. After the first listen, my impression is that 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 operate even a touch wilder this time. The guitar work has gained noticeable definition: the riffs bite harder, the arrangements feel more intricate, expressed through melodic leads and excellent solos. These elements add an extra glow to the material, giving the songs more depth and fire without diluting their fundamental heaviness.

The opener “Storm” showcases this evolution in 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 immediately. Where earlier works relied more heavily on raw, dark force, the album’s beginning now feels more harmonious, though by no means tame. The track still carries a hard edge, drives forward with palpable energy, and at the same time feels more structured. The band manages to preserve its force and wildness while regularly adding a melodic attitude that makes the song more accessible without reducing its power.

Mind Intrusion” and “Instinctive Dissonance” mark the album’s most brutal side and show how uncompromisingly 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 can strike when they keep their foot fully on the gas. “Mind Intrusion” feels noticeably more aggressive and direct in comparison: less playfulness, more raw force, more straight‑ahead impact. The track shoots forward without detours, yet never becomes one‑dimensional, because the guitar solo adds a subtle contrast that refines the piece despite its sheer heaviness. The dark, energetic vocals push even further and sharpen the already massive assault.

Instinctive Dissonance” hits the same vein but pushes things even further. The song feels like a single, unrestrained offensive: fast, relentless, driven by a rhythmic force that leaves barely any room to breathe. Here, the band shows itself at its most merciless. The riffs chop with precision, the drums fire like continuous artillery, and the vocals sound as if they’re pressing the inner conflict of the title directly into sonic form. The track offers nothing but ruthless destruction, and that’s exactly where its strength lies.

Most time 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 race through the album at high speed and with a lot of force, and it’s precisely for that reason that the deliberately placed moments of variation feel so refreshing. This becomes most evident in the title track “Time Is A River And The Waters Are Red”, which opens up a completely different mood. The very first seconds stand out clearly from the rest of the material: a heavy, almost doom‑laden intro, carried by a narrative voice, laying a melancholic weight over the song. This atmosphere feels like a brief glimpse into another world — a counterpoint to the album’s otherwise often wild escapades, and to what will unfold later in the track.

After just under two minutes, the fast guitar riffs break through and announce the shift. Suddenly the band unleashes its full force again, and the track snaps back into its familiar, uncompromising heaviness. It’s precisely this interplay that makes the song so strong: the contrasts between weight and frenzy, between narrative calm and thrashy assault, give it a dramatic depth you won’t find elsewhere on the album. Even the vocals occasionally surprise with more conciliatory, almost warm moments that further broaden the emotional arc.

Dynamic shifts are among the band’s most effective tools on this album, and “Poseidon” is another impressive example of that. The track opens with highly melodic guitars and a restrained mid‑tempo that immediately creates a different atmosphere. Despite the reduced speed, the song loses none of its impact…on the contrary: 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 repeatedly gather their strength, pull back, only to strike mercilessly again.

It’s in this very track that the band’s command of fluid tempo changes becomes most apparent. The transitions feel organic, never forced, giving the song a strong internal momentum. The melodic lines carry a certain sense of grandeur, while the rhythm section continues to apply pressure. This creates a tension that makes the song feel larger without inflating it. “Poseidon” shows 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 at their most versatile: powerful, melodic, atmospheric, yet still uncompromising

Thief Of Dreams” is a standout on the album, because in its seven minutes it brings together everything that defines 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 on 𝙏𝙞𝙢𝙚 𝙄𝙨 𝘼 𝙍𝙞𝙫𝙚𝙧 𝘼𝙣𝙙 𝙏𝙝𝙚 𝙒𝙖𝙩𝙚𝙧𝙨 𝘼𝙧𝙚 𝙍𝙚𝙙. The track is built in a more progressive way and unfolds in several clearly separated yet organically interlocking phases. The band doesn’t use the extended runtime for indulgence, but for dramatic concentration: fluid tempo changes, powerful dynamic drums, strong guitar work, and vocals that drive the song forward at every moment.

The first half feels like a concentrated demonstration of their core strengths: powerful, rhythmically precise, with guitar work that moves between melodic elegance and thrashy sharpness. But the real moment of surprise comes in the second half: the song suddenly opens into an instrumental section that introduces an entirely new mood. The melodies become lighter, almost floating, carrying a ballad‑like quality that you wouldn’t expect after the preceding heaviness. The guitar solo rising above it feels dreamy and epic at the same time.

Natürlich spürt man bei 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 immer wieder Vibes, die an alte Legenden wie SLAYER erinnern, doch „Ancestral Rites“ als finaler Song des Albums löst bei mir die stärksten SLAYER‑Assoziationen aus. Der Track trägt genau jene scharfkantige, peitschende Energie in sich, die man unweigerlich mit den legendären Thrash‑Ikonen verbindet. Das prägnante, messerscharfe Riffing ist dabei nur der erste Auslöser: Die Gitarren schneiden trocken und aggressiv durch den Mix, während das Schlagzeug mit einem treibenden, fast hektischen Puls nach vorne drückt. Diese Kombination erzeugt eine Spannung, die stark an die unbändige Wut und Direktheit von Reign in Blood oder Seasons in the Abyss erinnert.

On top of that comes the way 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 structure the song: short, hard‑hitting accents, a constant forward drive, and vocals hurled out like attacks. This gives “Ancestral Rites” the feel of a tribute to the band’s thrash roots without slipping into mere nostalgia. Instead, they channel that energy to close the album with one of its most uncompromising tracks: fast, biting, unforgiving.

Conclusion

With 𝙏𝙞𝙢𝙚 𝙄𝙨 𝘼 𝙍𝙞𝙫𝙚𝙧 𝘼𝙣𝙙 𝙏𝙝𝙚 𝙒𝙖𝙩𝙚𝙧𝙨 𝘼𝙧𝙚 𝙍𝙚𝙙, 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 stay true to their thrash/death foundation, yet they develop it noticeably. The guitar work has grown: melodic leads and precise solos pair with sharp, cutting riffs. The album thrives on raging attacks like “Mind Intrusion” or “Instinctive Dissonance”. These stand alongside tracks that surprise with atmosphere and structure. The title track is the best example: a doom‑tinged, melancholic opening that erupts into an explosive outburst. “Poseidon” likewise shows how confidently the band handles mid‑tempo passages without losing any of its impact.

With “Thief Of Dreams”, the band ultimately delivers perhaps their most versatile piece: progressive, dynamic, and featuring an epic instrumental section. And when “Ancestral Rites” kicks down the door at the end with unmistakable SLAYER vibes, it becomes clear that 𝐏𝐎𝐒𝐄𝐘𝐃𝐎𝐍 not only know their thrash roots, but carry them forward with pride.

In the end, 𝙏𝙞𝙢𝙚 𝙄𝙨 𝘼 𝙍𝙞𝙫𝙚𝙧 𝘼𝙣𝙙 𝙏𝙝𝙚 𝙒𝙖𝙩𝙚𝙧𝙨 𝘼𝙧𝙚 𝙍𝙚𝙙 is an album that convincingly unites heaviness and atmosphere, directness and melody, tradition and evolution. It presents a band that has found its sound, and continues to expand it with audible passion.

  1. Storm (05:24)
  2. Poseidon (04:50)
  3. Mind Intrusion (03:10)
  4. Time Is A River And The Waters Are Red (05:07)
  5. Thief Of Dreams (07:13)
  6. Instinctive Dissonance (04:19)
  7. With Tears In My Eyes (03:32)
  8. Ancestral Rites (05:02)
  • Alain De Block-guitar
  • Leander Karageorgos-guitar
  • Jeroen Bonne-bass
  • Jef Boons-drums
  • Tom Lenaerts-vocals

image source: HARDLIFE Pr.


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