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Hier bei METALHEADs new stuff hatte ich die Ehre das bald erscheinende Album 𝘼 𝙃𝙮𝙢𝙣 𝘼𝙢𝙤𝙣𝙜 𝙂𝙧𝙖𝙫𝙚𝙨𝙩𝙤𝙣𝙚𝙨 vom finnischen Musiker 𝐈𝐀𝐍 𝐇𝐈𝐆𝐇𝐇𝐈𝐋𝐋 zu rezensieren (Review). 𝘼 𝙃𝙮𝙢𝙣 𝘼𝙢𝙤𝙣𝙜 𝙂𝙧𝙖𝙫𝙚𝙨𝙩𝙤𝙣𝙚𝙨 wird am 13.02.2026 erscheinen und es ist ein Muss für jeden Fan des old school Metal und Rock. Es ist ein Album, bei dem man die Erfahrung eines begnadeten Vollblutmusikers hört und dessen Passion für die Musik förmlich spürt. Und ich habe mich deshalb sehr über die Gelegenheit gefreut ein Interview mit ihm führen zu können.

MNS: Hi Ian. Ich freue mich über die Gelegenheit ein Interview mit dir zu machen. Stelle dir vor, dass ich dich in Finnland besuchen würde. Wo würden wir uns treffen?
Ian: Nun ja, ich wohne im südlichsten Teil Finnlands, also wahrscheinlich irgendwo in der Gegend um Hanko, meiner Heimatstadt.
MNS: Was würden wir trinken? Ich trinke gerne Bier. Gibt es in Finnland gutes Bier? Was würdest du wählen?
Ian: Ich trinke seit sechs Jahren keinen Alkohol mehr, deshalb würde ich dir ein alkoholfreies Bier anbieten. Natürlich würde ich dir ein „Koff“ (eine finnische Biermarke) ausgeben.
MNS: Kannst du eine finnische Spezialität empfehlen?
Ian: Was Essen angeht, bin ich kein Experte, da ich sehr selten auswärts esse. Vielleicht mal eine „Pyttipanna“, ein lokales Fast-Food-Gericht aus Wurststücken und Pommes frites. So ähnlich wie Fish and Chips, nur eben mit Würstchen.
MNS: Musik war schon immer ein wichtiger Teil deines Lebens. Wie bist du zum ersten Mal mit Musik in Berührung gekommen und was hat deinen Wunsch geweckt, selbst Musik zu machen?
Ian: Alles begann in den Achtzigern, als ein Freund vorschlug, eine Band zu gründen. Zu meinem Geburtstag schenkte mir mein Onkel seine alte E-Gitarre. Ich glaube, es war eine Framus, wenn ich mich recht erinnere.
Als ich anfing, fand ich es wirklich schwer, Lieder von Schallplatten und Kassetten zu lernen, deshalb fand ich es wohl einfacher, meine eigenen Akkorde und Texte zu erfinden, als Zeit damit zu verschwenden, die Lieder anderer Leute zu lernen! (lacht)

MNS: Was bedeutete Musik damals für dich, und was bedeutet sie dir heute?
Ian: Damals ging es natürlich nur darum, Mädchen kennenzulernen. Aber es wurde schnell zu einem Lebensstil, und heutzutage ist es wohl das, was meiner Religion am nächsten kommt.
MNS: Nun ja, hier ist es fast das ganze Jahr über dunkel, deshalb greift man beim Komponieren wohl eher zu Moll- als zu Dur-Akkorden, richtig? Außerdem gab es hier unzählige großartige Bands, die mich bis heute als Erwachsenen inspiriert haben. Als ich jünger war, kannte ich viele von ihnen leider nicht.
MNS: Welche Bands wären das zum Beispiel?
Ian: ZERO NINE ist eine davon. Übrigens die erste Metal-Band, die ich je live gesehen habe. Und dann wären da natürlich noch TAROT und NIGHTWISH. Ich liebe auch deutschen Metal. ACCEPT, SCORPIONS und GAMMA RAY sind meine Favoriten.
MNS: Gibt es besondere Erlebnisse im Zusammenhang mit Musik, die du nie vergessen wirst?
Ian: Da gibt es so viele! Ich mache das schon seit ich 14 oder 15 bin, deshalb habe ich unzählige schöne Erinnerungen. Wenn ich mich aber für eine entscheiden müsste, wäre es definitiv der Moment, als ich meinen ersten Plattenvertrag unterschrieben habe. Die Musik und all die Erfahrungen, die mir das Musikerleben beschert hat, haben mein Leben über die Jahre ungemein bereichert.
MNS: Musiker haben unterschiedliche Methoden und Herangehensweisen beim Songwriting. Manche ziehen sich in völlige Stille zurück und arbeiten mit höchster Konzentration, während andere in alltäglichen Situationen – auf der Toilette, beim Einkaufen, einfach überall – Ideen bekommen. Wie ist es bei dir?
Ian: Ich gehöre definitiv zur zweiten Kategorie. Ich bekomme Ideen bei der Arbeit, im Laden, beim Fernsehen, einfach überall. Ich notiere sie mir immer schnell und arbeite dann später im Studio daran.
MNS: Das Cover-Artwork deines Albums 𝘼 𝙃𝙮𝙢𝙣 𝘼𝙢𝙤𝙣𝙜 𝙂𝙧𝙖𝙫𝙚𝙨𝙩𝙤𝙣𝙚𝙨 zeigt einen einsamen Soldaten, der einen Pfad auf einem nebelverhangenen Friedhof voller Grabsteine entlanggeht. Hast du das Cover selbst entworfen?
Ian: Ja, das habe ich. Ich habe früher Bilder gemalt, deshalb dachte ich, ich könnte diese Fähigkeit jetzt gut gebrauchen.

MNS: Ist dies deine Sicht auf den aktuellen Zustand der Welt, und/oder spiegelt sie auch persönliche Themen wider?
Ian: Ja, es spiegelt meine aktuelle Weltsicht wider. Es gibt momentan so viel Unruhe und Krieg. Die Menschheit scheint einfach nicht dazuzulernen.
MNS: Steht der Soldat direkt für Krieg und Untergang, oder steckt eine tiefere Bedeutung dahinter?
Ian: Als ich Kind war, lebten noch einige Veteranen des Zweiten Weltkriegs unter uns. Obwohl sie glücklich wirkten und freundliche alte Männer waren, spürte man manchmal die Dunkelheit, die sie mit sich trugen. Das ließ mich darüber nachdenken, wie es wohl für einen Soldaten war, nach Hause zu kommen. Ihre Angehörigen waren vielleicht gestorben, und sie waren mit Sicherheit gebrochen, körperlich wie seelisch. Der einzige Dank, den sie erhielten, war – wenn sie Glück hatten – eine Medaille, nach deren Verleihung sie von dem Land, das sie mit ihrem Leben verteidigt hatten, vergessen wurden.
MNS: Welche konkreten Themen hast du in deinen Songs behandelt?
Ian: Gier, Bosheit, Verrat und Unterdrückung – kurzum, die meisten Sünden, derer sich die Menschheit schuldig macht. Das sind Dinge, die in meiner Umgebung geschehen. Ich habe sie jedoch schon immer in meine Fantasy-Geschichten eingearbeitet, um niemanden zu verletzen, was heutzutage anscheinend extrem wichtig ist.
MNS: Gibt es ein Lied, das dir besonders am Herzen liegt?
Ian: Ich denke vielleicht „In The Name Of Greed“, da es um Gier geht. Seitdem ich erwachsen bin, gehöre ich der Arbeiterklasse an, daher liegt mir das Thema sehr am Herzen. Die Staats- und Regierungschefs der Welt scheinen immer mehr den Kontakt zu denjenigen zu verlieren, die die Gesellschaft am Laufen halten. Tatsache ist, dass viele von ihnen kaum noch wissen, dass es uns überhaupt noch gibt.
MNS: In einem Facebook-Post hast du geschrieben, dass es in Ihrer Jugend nur zwei Genres gab: Rock und Metal. Heute gibt es so viele Stile und Variationen, dass man leicht den Überblick verliert.
Ian: Das stimmt. Ich habe seit Power Metal nicht mehr viel mitverfolgt (lacht).
MNS: Warum hast du dich bewusst für einen traditionellen Musikstil entschieden, ohne auf aktuelle Trends zu achten?
Ian: Da ich mit dieser Musik aufgewachsen bin, wollte ich das verfolgen, was mir am meisten am Herzen liegt. Nach vielen Jahren in Power-Metal-Projekten wie OLYMPOS MONS und ASTRALION hatte ich das Gefühl, dem Genre alles gegeben zu haben. Außerdem konnte ich in den heutigen Bands und Genres nichts finden, womit ich mich identifizieren konnte. Power Metal ist zudem sehr stimmlich anstrengend, und ich werde ja auch nicht jünger.
MNS: Lass uns noch kurz tiefet auf dieses ziemlich komplexe Thema eingehen. Wie bewertest du all diese Entwicklungen im Rock und Metal mit ihren unzähligen Subgenres?

Ian: Es ist toll zu sehen, dass die Leute immer noch versuchen, neue Wege im Hardrock und Metal zu beschreiten. Persönlich bin ich dafür wahrscheinlich einfach zu alt.
MNS: Handelt es sich hierbei um natürliche, kreative Weiterentwicklungen, die begrüßt werden sollten, oder hast du das Gefühl, dass der ursprüngliche Geist von Rock und Metal verloren geht?
Ian: Nein, der Rock ist definitiv nicht verloren. Es gibt heute mehr gute Musik als je zuvor, und der Geist des Rock ist unsterblich. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, gute Songs zu schreiben, viel wichtiger als die höchsten Töne zu singen, am brutalsten zu growlen oder am schnellsten und härtesten zu spielen. Wenn ich allerdings etwas kritisieren müsste, dann wäre es, dass Mixing und Produktion heutzutage etwas zu steril klingen.
MNS: Diese Entwicklungen hängen auch mit dem technologischen Fortschritt zusammen. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem künstliche Intelligenz selbstständig Songs schreiben kann. Beunruhigend ist, dass es dafür offenbar einen Markt gibt – beispielsweise ist BLEEDING VERSE ein reines KI-Projekt, das in kürzester Zeit mehr Follower und Streams gewonnen hat als viele echte Bands je erreicht haben. Ist das nicht surreal?
Ian: Ja, das ist es wohl, nicht wahr?
MNS: Definitiv! Verlieren wir als Menschen unsere Verbindung zu traditionellem Handwerk, insbesondere in der Musik, wo Emotionen und musikalische Intuition eine so große Rolle spielen?
Ian: Ich denke, der ganze KI-Hype wird sich legen. Sie wird definitiv ein nützliches Werkzeug sein und ihren Platz in der Musikproduktion finden. Man sollte nicht vergessen, dass es Drumcomputer schon seit den frühen 80er-Jahren gibt, und trotzdem brauchen wir immer noch Schlagzeuger. Nein, ich glaube nicht, dass sie echte Musiker verdrängen oder bedrohen wird. Das Publikum wird echte Musik immer schätzen, weil es sie fühlen kann.

MNS: Und was ist mit Live-Auftritten, die ihren ganz eigenen Zauber entfalten, wenn man eine Band persönlich sieht und hört? Durch die Interaktion entsteht eine Verbindung zwischen Fans und Band. Diese persönliche Verbindung ist besonders intensiv in der Underground-Szene bei Konzerten in kleineren Clubs. Doch genau diese Szene kämpft derzeit mit sinkenden Ticketverkäufen und Besucherzahlen. Findest du, dass diese Magie nachlässt?
Ian: Nein, absolut nicht! Im Gegenteil, ich denke, die Livemusik hat durch das Ende der COVID-Pandemie sogar einen kleinen Aufschwung erlebt. Ich glaube nicht, dass sie ausstirbt. Livemusik wird immer ihr treues Publikum haben.
MNS: Gleiten wir immer weiter in die soziale Anonymität ab und konsumieren wir alles zu Hause auf unseren Handys oder Computern?
Ian: Das mag so scheinen. Wir haben Streamingdienste für Filme und Musik. Vinyl feiert jedoch in letzter Zeit ein Comeback, und die Leute gehen immer noch ins Kino. Es gibt also vielleicht Hoffnung (lacht).
MNS: Verfolgen Sie die Musikszene noch oder konzentrierst du dich ausschließlich auf dich selbst?
Ian: Heutzutage höre ich nicht mehr so viel Musik, was wahrscheinlich daran liegt, weil ich ständig selbst Musik mache. In meiner Freizeit schaue ich mir lieber einen Film an oder lese ein Buch. Aber wenn ich Musik höre, dann meistens Klassik. Wenn ich mal Lust auf Rock habe, höre ich die alten Meister der 70er und 80er: Black Sabbath, Rainbow, Uriah Heep, Kansas und Iron Maiden – je nachdem, worauf ich gerade Lust habe. Neue Bands höre ich nicht.
MSN: Dann wirst du auch nicht mitbekommen haben, dass es mittlerweile viele junge Bands gibt, die den alten Sound lieben und spielen.
Ian: Mir ist schon nebenbei in den sozialen Medien aufgefallen, dass traditionelle Hardrock-Bands in den letzten Jahren wieder an Popularität gewinnen, was ich super finde. Leider kenne ich sie überhaupt nicht und, wie bereits erwähnt, höre ich selten Musik. Mir ist aber aufgefallen, dass jüngere Musiker, mit denen ich zusammengearbeitet habe, auch mehr oder weniger auf ältere Künstler stehen. Man kann also sagen, dass gute Musik Trends überdauert – sie ist zeitlos!
original english version
Here at METALHEADs new stuff I had the honor of reviewing (link) the soon-to-be-released album 𝘼 𝙃𝙮𝙢𝙣 𝘼𝙢𝙤𝙣𝙜 𝙂𝙧𝙖𝙫𝙚𝙨𝙩𝙤𝙣𝙚𝙨 by the Finnish musician 𝐈𝐀𝐍 𝐇𝐈𝐆𝐇𝐇𝐈𝐋𝐋. 𝘼 𝙃𝙮𝙢𝙣 𝘼𝙢𝙤𝙣𝙜 𝙂𝙧𝙖𝙫𝙚𝙨𝙩𝙤𝙣𝙚𝙨 will be released on February 13, 2026, and it’s a must-have for every fan of old-school metal and rock. It’s an album where you can hear the experience of a gifted, consummate musician and practically feel his passion for the music. And that’s why I was so pleased to have the opportunity to interview him.

MNS: Hi Ian. I’m delighted to have the opportunity to interview you. Imagine I were to visit you in Finland. Where would we meet? Maybe in a bar or somewhere else? What would you prefer?
Ian: Well, I live in the southernmost part of Finland, so probably somewhere around Hanko, my hometown.
MSN: What would we drink? I’m more of a beer person. Is there good beer in Finland? What would you choose?
Ian: I stopped drinking alcohol six years ago, so I would have an alcohol-free beer. Of course, I would buy you a ‘Koff’ (a Finnish beer brand).
MNS: Could you recommend a Finnish specialty?
Ian: As for food, I’m no expert as I very rarely eat out. Perhaps a “pyttipanna”, a local fast food dish consisting of sausage pieces and French fries. Like fish and chips but with sausages.
MNS: Music has always been an important part of your life. How did you first come into contact with music, and what triggered your desire to create your own?
Ian: It all started back in the eighties when a friend suggested we start a band. So for my birthday, my uncle gave me his old electric guitar. I think it was a Framus, if I remember correctly.
When I started out, I found it really hard to learn songs from records and cassettes, so I guess I found it easier to come up with my own chord progressions and lyrics than to waste time learning other people’s songs! (laughs)
MNS: What did music mean to you back then, and what does it mean to you today?
Ian: Back then, it was all about getting girls, of course. But it quickly became a lifestyle, and nowadays it’s the closest thing I have to religion probably.

MSN: How does living in Finland influence your music — the landscape, the climate, the culture?
Ian: Well, it’s dark here most of the year, so that probably makes you choose minor chords over major ones when you’re composing, right? Then we’ve had loads of great bands that came from here and they’ve inspired me now as an adult. When I was younger, I didn’t know much about many of them, which is a shame.
MNS: Which bands would those be, for example?
Ian: ZERO NINE is one of them, by the way the first metal band i ever saw live. And then we have TAROT and NIGHTWISH of course. I also love German metal ACCEPT, SCORPIONS and GAMMA RAY are my favourites.
MNS: Are there any special experiences connected to music that you will never forget?
Ian: There are so many! I’ve been doing this since I was 14 or 15, so I have lots of wonderful memories. If I had to choose one, though, it would definitely be when I signed my first record deal. Music and all the experiences that life as a musician has brought me have truly enriched my life over the years.
MNS: Musicians have different methods and approaches when writing a song. Some retreat into complete silence and work with intense focus, while others get ideas in everyday situations — on the toilet, while shopping, wherever. How does it work for you?
Ian: I definitely belong to the latter category. I get ideas at work, in the shop, when I’m watching TV, everywhere I go. I always write down my ideas quickly and then start working on them later when I get to the studio.
MNS: The cover artwork of your album 𝘼 𝙃𝙮𝙢𝙣 𝘼𝙢𝙤𝙣𝙜 𝙂𝙧𝙖𝙫𝙚𝙨𝙩𝙤𝙣𝙚𝙨 shows a lone soldier walking down a path in a fog-covered cemetery full of gravestones. Did you design the cover yourself?
Ian: Yes, I did. I used to paint pictures at one time, so I thought I could make good use of that skill now.

MNS: Is this your view of the current state of the world, and/or does it also reflect personal themes?
Ian: Yes, it reflects how I see the world right now. There is so much unrest and war going on at the moment. The human race never seems to learn.
MNS: Does the soldier stand directly for war and downfall, or is his meaning deeper?
Ian: When I was a child, there were still some World War II veterans among us. Although they seemed happy and were kind old men, you could sometimes sense the darkness they carried with them. This made me wonder what it was like for a soldier to come home. Their loved ones may have died, and they are most certainly broken, both physically and mentally. The only thanks they receive is, if they’re lucky, a medal, after which they are forgotten by the country they defended with their lives.
MNS: What themes have you explored in your songs?
Ian: Greed, evil, betrayal and oppression — in other words, most of the sins that humans are guilty of. These are usually things that happen around me in the world. However, I have always had a habit of weaving them into fantasy themes so as not to offend anyone, which seems to be extremely important nowadays.
MNS: Is there a song that is particularly close to your heart?
Ian: Perhaps ‘In the Name of Greed’. As it deals with greed. I have been working class my entire adult life, so it is close to my heart. World leaders seem to be increasingly losing touch with those who really keep society going. The fact is that many of them hardly even know we exist anymore.
MNS: In a Facebook post, you once wrote that in your youth there were only two genres: Rock and Metal. Today there are so many styles and variations that it’s easy to lose track.
Ian: That’s true. I haven’t been following much since power metal (laughs).
MNS: Why did you deliberately choose a traditional style for your music, without paying attention to current trends?
Ian: Having grown up with this music, I wanted to pursue what was closest to my heart. After spending many years working on power metal projects such as Olympos Mons and Astralion, I felt that I had given the genre my all. I also couldn’t find anything in today’s bands or genres that I could relate to. Power metal is also very demanding on the voice, and I’m not getting any younger.
MNS: Let’s dive a little deeper into this rather complex topic. How do you evaluate all these developments in Rock and Metal with their countless subgenres?
Ian: It’s great to see that people are still trying to find new paths within hard rock and metal. Personally, I’m probably just too old to do that.

MNS: Are these natural creative evolutions that should be welcomed, or do you feel the original spirit of Rock and Metal is being lost?
Ian: No, it’s definitely not lost. There’s more good music around now than ever before and the spirit of rock is eternal. In my opinion, it’s very important to create good songs, much more important than to sing the highest notes, growl the most brutally or play the fastest or heaviest. However, if I had to criticise anything, it would be that the mixing and production are starting to sound a bit too sterile these days.
MNS: These developments are also tied to technological progress. We’ve reached a point where artificial intelligence can write songs on its own. What’s unsettling is that there seems to be a market for it — for example, BLEEDING VERSE is a pure AI project that gained more followers and streams in a short time than many real bands ever have. Isn’t that surreal?
Ian: Well, it is, isn’t it?
MNS: Yes, of course! Are we, as humans, losing our connection to traditional craftsmanship — especially in music, where emotion and musical intuition play such a big role?
Ian: I think this whole AI thing will pass. It’ll definitely be a useful tool and will find its place in music production. We should remember that drum machines have been around since the early 1980s, and yet we still have drummers. Nah, I don’t think it’ll take over or be a threat to real musicians. The audience will always appreciate real music because they can feel it.

MNS: And what about live shows, which have their own unique magic when you see and hear a band in person? There’s a connection that forms between the fans and the band through interaction. This personal connection is especially intense in the underground scene at smaller club shows. Yet this very scene is currently struggling with ticket sales and attendance. Is there magic fading?
Ian: No, absolutely not! Instead, I think it has gotten a little boost now that the COVID pandemic is over. I don’t think it’s dying; live music will always have its audience, which is very loyal.
MNS: Are we drifting further into social anonymity, consuming everything at home on our phones or computers?
Ian: It may appear that way. We have streaming for both films and music. However, vinyl has made a comeback recently, and people still go to the cinema. So perhaps there is hope(laughs).
MNS: Do you still follow the music scene, or do you focus solely on yourself?
Ian: These days, I don’t listen to much music at all, but when I do, it’s usually classical. If I ever want to listen to rock, I listen to the old masters from the ’70s and ’80s: Black Sabbath, Rainbow, Uriah Heep, Kansas and Iron Maiden — whatever I feel like at the time. I don’t listen to new bands. I probably listen to music so little because I’m always busy making music, so when I have free time, I’d rather watch a film or read a book.
MSN: Then you probably haven’t noticed that there are now many young bands who love and play the old school rock and metal sound.
Ian: I have noticed on social media that more traditional hard rock bands seem to be gaining popularity in recent years, which is great. Unfortunately, I am completely unfamiliar with them and, as I mentioned earlier, I rarely listen to music. However, I have noticed that younger musicians I have worked with are also more or less into old artists. So, it’s fair to say that good music transcends trends — it’s timeless.

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