Genre: Doom Metal
Release: 28.11.2025
Label: NOble Demon
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Wahre Meister des DOOM METal

KAUNIS KUOLEMATON (Facebook) aus Finnland haben mit Kun Valo Minussa Kuoli bereits das fünfte Album am Start. Ich verfolge die Band seit ihrem Album Syttyköön Toinen Aurinko, welches im November 2020 das Licht der Welt erblickte. In meinem damaligen Review sprach ich von einem musikalischen Füllhorn an musikalischen Eindrücken, die ein ganz eigenes Klanguniversum erzeugen. Auch das Nachfolgealbum Mielenvalta aus dem Jahr 2023 erhielt für diese Kunst die maximale Punktzahl. Meine Reviews könnt ihr gerne beim Magazin ‚metal-heads.de‘ nachlesen (Review „Mielenvalta“ , Review „Syttyköön Toinen Aurinko“).

„Kaiku“ als Opener ist wieder einmal ein Versprechen, eine Einladung zu einer Reise, die keine gewöhnliche sein wird. „Kaiku“ führt euch zunächst sanft in das Geschehen ein. In einer fast meditativen Art und Weise gerät man ins Träumen. Man kann sich fallen lassen und die sanften Klänge auf sich wirken lassen, die sich langsam episch aufbauen. Doch es kommt, was kommen muss…. Ein donnerndes Gewitter bricht nach zarten Pianoklängen über den Hörer herein. Dunkle Growls erzürnen den Sound in seiner epsichen Ästhetik.

Die Band versteht es meisterhaft, Kontraste zu inszenieren und Stimmungen zu intensivieren: Zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Zerbrechlichkeit und roher Gewalt. Die Growls wirken nicht wie ein Bruch, sondern wie eine natürliche Konsequenz der aufgestauten Emotionen. Der Song entfaltet sich wie ein Sturm, der lange in der Ferne grollte und nun mit voller Wucht über das Seelenland zieht. Dabei bleibt die Melodie stets präsent – wie ein Lichtstrahl, der selbst im finstersten Moment nicht ganz erlischt.

Sodann folgt „Merta“ – ein Song, der Gegensätze kunstvoll vereint. Sanfte, stimmungsvolle Synthesizer eröffnen das Stück und wiegen den Hörer in trügerischer Sicherheit. Doch schon bald zeigt sich die andere Seite von Kaunis Kuolematon: Der Luxus zweier Sänger wird hier voll ausgespielt. Olli Suvanto verleiht dem Track mit seinen tiefen Growls eine düstere Gravitas, während Mikko Heikkilä mit seinem klaren, melodischen Gesang emotionale Tiefe und Zerbrechlichkeit einbringt. Die finnischen Lyrics verstärken die Authentizität und verleihen dem Song eine besondere Aura. Doch „Merta“ bleibt nicht stehen! Es brodelt unter der Oberfläche. Plötzlich bricht eine stürmische Raserei los, durchzogen von keifenden Screams, die dem Song die bereits bekannte Black-Metal-Schärfe verleihen. Ein Ausbruch, der das doomige Fundament erschüttert und zugleich bereichert.

Die finnische Sprache verleiht der Musik von Kaunis Kuolematon eine geheimnisvolle Tiefe. Sie klingt wie ein ferner Ruf aus einer anderen Welt – mystisch, melancholisch, fast sakral. Diese sprachliche Eigenheit verstärkt die ohnehin schon überwältigende Atmosphäre der Songs, die wie Nebelschwaden durch die Seele ziehen. „Kun Kyynelistä Muodostuu Meri“ ist ein Paradebeispiel für diese klangliche Intensität: Der Song entfaltet sich wie ein innerer Sturm, getragen von einer Aura, die zwischen Schmerz und Schönheit oszilliert. Man wird hineingezogen, ohne Widerstand, und findet sich in einem Meer aus Tränen wieder – wie der Titel es verspricht.

„Rauniot“ ist ein musikalisches Wechselbad der Gefühle. Kaunis Kuolematon gelingt hier das Kunststück, rohe Kraft und zarte Melancholie in einem einzigen Song zu vereinen. Die Band schlägt nicht nur mit der Keule zu – sie malt mit feinen Pinseln emotionale Landschaften, die den Hörer in himmlische Höhen tragen, nur um ihn im nächsten Moment in die tiefsten Abgründe zu stürzen. Die filigrane Auskleidung der Komposition, die präzise gesetzten Spannungsbögen und die kontrastreiche Dynamik machen „Rauniot“ zu einem der eindrucksvollsten Stücke des Albums.

„Maailman Ainut Ihminen“ ist ein Manifest tragischer Romantik. Der Song durchdringt das Herz mit seiner melancholischen Schönheit – und wird durch die eindrucksvolle Gastperformance von Gogo Melone (Aeonian Sorrow) noch intensiver. Ihre fragile, zugleich kraftvolle Stimme verschmilzt mit der düsteren Klangwelt der Band zu einem bittersüßen Klangbild, das Schmerz und Sehnsucht in sich vereint.

Kaunis Kuolematon bleibt auch im weiteren Verlauf unberechenbar – und genau darin liegt ihre Stärke. Zwar erkennt man ein übergeordnetes Konzept, eine melancholische Grundstimmung, die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Doch die Band webt ihre musikalischen Fäden nie nach Schema F. Jeder Song birgt Überraschungen, Wendungen, emotionale Brüche. Man treibt auf sanften, melodischen Wellen dahin, verliert sich in sphärischen Klängen – und plötzlich, ohne Vorwarnung, wird man in die Tiefe gerissen. Diese ständige Spannung zwischen Schönheit und Schmerz, zwischen Ruhe und Sturm, macht das Album zu einem intensiven Erlebnis, das nie vorhersehbar, aber stets stimmig bleibt.

Fazit

KAUNIS KUOLEMATON ist mit Kun Valo Minussa Kuoli mal wieder ein Geniestreich gelungen. Die Faszination ihres Klanguniversums ist ungebrochen. In hochatmosphärischen Songs mit durchweg melancholischer Epik wird man einerseits auf sanften melodischen Wellen getragen, während am Nachthimmel die Sterne leuchten, aber andererseits ziehen auch dunkle Wolken auf und Düsternis ziehen wie dichte Nebelschwaden auf, die dann wiederum von martialischen Stürmen hinweggefegt werden.

  1. Kaiku
  2. Merta
  3. Kun Kyynelistä Muodostuu Meri
  4. Rauniot
  5. Maailman Ainut Ihminen
  6. Kaipaus
  7. Kun Valo Minussa Kuoli
  8. Kuura
  9. Aatos

KAUNIS KUOLEMATON sind:

Olli Suvanto – Vocals
Mikko Heikkilä – Clean vocals/Guitar
Ville Mussalo – Guitar
Jarno Uski – Bass
Miika Hostikka – Drums

Bilder zur Verfügung gestellt von ALL NOIR PR

english review

Genre: Doom Metal
Release: 28.11.2025
Label: NOble Demon
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True masters of DOOM METAL

KAUNIS KUOLEMATON (Facebook) from Finland have already released their fifth album, Kun Valo Minussa Kuoli. I have been following the band since their album Syttyköön Toinen Aurinko, which saw the light of day in November 2020. In my review at the time, I spoke of a cornucopia of musical impressions that create a unique sound universe. The follow-up album Mielenvalta from 2023 also received the maximum score for this artistry. You can read my reviews in the magazine ‚metal-heads.de‘.(Review „Mielenvalta“ , Review „Syttyköön Toinen Aurinko“).

“Kaiku” as the opener is once again a promise, an invitation to a journey that will be anything but ordinary. “Kaiku” gently introduces you to the action. In an almost meditative way, you find yourself drifting off into a dream. You can let yourself go and let the gentle sounds wash over you as they slowly build to an epic crescendo. But what must come, comes… A thunderous storm breaks over the listener after delicate piano sounds. Dark growls enrage the sound in its epic aesthetics.

The band masterfully stages contrasts and intensifies moods: between light and darkness, between fragility and raw violence. The growls do not seem like a break, but rather a natural consequence of pent-up emotions. The song unfolds like a storm that has been rumbling in the distance for a long time and now sweeps across the soul with full force. The melody remains ever-present—like a ray of light that never completely disappears, even in the darkest moments.

This is followed by “Merta” – a song that artfully combines contrasts. Gentle, atmospheric synthesizers open the piece and lull the listener into a false sense of security. But soon the other side of Kaunis Kuolematon reveals itself: the luxury of two singers is played out to the full here. Olli Suvanto lends the track a dark gravitas with his deep growls, while Mikko Heikkilä brings emotional depth and fragility with his clear, melodic vocals. The Finnish lyrics reinforce the authenticity and give the song a special aura. But “Merta” doesn’t stop there! It simmers beneath the surface. Suddenly, a stormy frenzy breaks out, interspersed with screeching screams that give the song its familiar black metal edge. An eruption that shakes and enriches the doom-laden foundation.

The Finnish language lends Kaunis Kuolematon’s music a mysterious depth. It sounds like a distant call from another world—mystical, melancholic, almost sacred. This linguistic peculiarity reinforces the already overwhelming atmosphere of the songs, which drift through the soul like wisps of fog. “Kun Kyynelistä Muodostuu Meri” is a prime example of this sonic intensity: the song unfolds like an inner storm, carried by an aura that oscillates between pain and beauty. You are drawn in without resistance and find yourself in a sea of tears – as the title promises.

“Rauniot” is a musical rollercoaster of emotions. Kaunis Kuolematon manages to combine raw power and delicate melancholy in a single song. The band doesn’t just strike with a club—it paints emotional landscapes with fine brushes that carry the listener to heavenly heights, only to plunge them into the deepest abysses the next moment. The filigree lining of the composition, the precisely placed arcs of tension, and the contrasting dynamics make “Rauniot” one of the most impressive pieces on the album.

“Maailman Ainut Ihminen” is a manifesto of tragic romanticism. The song pierces the heart with its melancholic beauty—and is made even more intense by the impressive guest performance of Gogo Melone (Aeonian Sorrow). Her fragile yet powerful voice blends with the band’s dark soundscape to create a bittersweet soundscape that combines pain and longing.

Kaunis Kuolematon remains unpredictable throughout – and that is precisely where its strength lies. Although there is an overarching concept, a melancholic mood that runs like a thread through the album, the band never weaves its musical threads according to a formula. Every song holds surprises, twists and emotional breaks. You drift along on gentle, melodic waves, lose yourself in atmospheric sounds – and suddenly, without warning, you are pulled into the depths. This constant tension between beauty and pain, between calm and storm, makes the album an intense experience that is never predictable but always coherent.

Conclusion

KAUNIS KUOLEMATON has once again achieved a stroke of genius with Kun Valo Minussa Kuoli. The fascination of their sound universe remains unbroken. In highly atmospheric songs with consistently melancholic epicness, you are carried on gentle melodic waves while the stars shine in the night sky, but on the other hand, dark clouds gather and gloom descends like thick fog, which is then swept away by martial storms.

  1. Kaiku
  2. Merta
  3. Kun Kyynelistä Muodostuu Meri
  4. Rauniot
  5. Maailman Ainut Ihminen
  6. Kaipaus
  7. Kun Valo Minussa Kuoli
  8. Kuura
  9. Aatos

KAUNIS KUOLEMATON sind:

Olli Suvanto – Vocals
Mikko Heikkilä – Clean vocals/Guitar
Ville Mussalo – Guitar
Jarno Uski – Bass
Miika Hostikka – Drums

pictures given from ALL NOIR PR


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